Der Ansatz einer salutogenetischen Begleitung stellt sich diametral dem pathogenetischen Modell der gegenwärtigen Medizin entgegen. Sowohl als präventive, wie auch als krankheitsbegleitende Massnahme eignet sich das Medium des Tones hervorragend. In seiner Eigenschaft als flexibles, bewegliches, spieglendes und gleichzeitig stabiles Material, hinterlässt es immer adäquat den seelisch-konstitutionellen Abdruck seines Gestalters.
In diesem Wissen begleitet der Therapeut und die Therapeutin alle Bildeprozesse durch das Formgeschehen hindurch. Dabei spielt die Wachheit und Reflexion, wie auch die Selbstreflexion eine immens wichtige Rolle im Begleitprozess.
Kunsttherapien mit den Medien der bildenden Kunst eignen sich ebenso gut in Lebenskrisen, Depressionen, Burnout wie auch bei Krankheitsbildern mit autistischen, psychotischen oder neurotischen Zügen.
Sie wird aber auch wirkungsvoll eingesetzt bei ADHS, ADS und POS, sowie Konzentrationsstörungen, Aufmerksamkeitsproblemen. Jedoch werden auch polare Ansätze im Sinne einer Dreigliederung verfolgt, welche zum Beispiel bei entzündlichen oder sklerotischen Erscheinungen erfolgreich eingesetzt werden können. Hierbei wird davon ausgegangen, dass die physischen Krankheitsbilder immer ein konstitutioneller Abdruck der Persönlichkeit sind, welche mitunter auch in seelischen Ursachen wurzeln können.
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